Um sicher Sportklettern zu können, sollte man mit den gängigsten Sicherungsgeräten vertraut sein. Es gibt den Tube, den HMS oder auch Karabiner genannt, den Achter, das Click up, das Grigri und den Chinch, wobei das Letztere aufgrund der Handhabung keinesfalls von einem Anfänger bedient werden sollte. Die gebräuchlichsten Sicherungsgeräte sind der Tube, HMS, Achter und das Grigri als Halbautomat.
Climbing Technologie Click-Up Sicherungsgerät MIT Originalkarabiner
Der Tube ist zumeist ein zweilöchriges, röhrenförmiges Abseil- und Sicherungsgerät welches eine dynamische Bremswirkung hat. Die Seileinnahme sowie Ausgabe kann sehr rasch erfolgen und wird aufgrund der leichten Handhabung, vorzugsweise bei Anfängerkletterkursen, benutzt. Bei dem Tube ist wichtig zu beachten, dass immer nach unten gesichert wird. Die Hand ist stets am Bremsseil und wird Richtung Oberschenkel/Boden gehalten. Bei einem Sturz ist in korrekter Position gewährleistet, über genügend Zug auf dem Seil zu verfügen, so dass dem Kletterer kein Fall bevor steht. Es gibt Sportklettertubes mit nur einem Durchlauf für das Seil und wird vorwiegend für Anfänger in Kletterhallen eingesetzt.
Climbing Technologie Click-Up Sicherungsgerät
Der Achter. Ein Aluminiumguss in Form einer Acht, wie der Name bereits sagt. Er wird mit seiner kleinen Öse, mittels Schraubkarabiner, an dem Klettergurt befestigt und das Seil wird entlang des Achters durchgezogen. Auch hier kann eine rasche Seileinnahme sowie Aussage erfolgen. Die Wichtigkeit beim Sichern, ist ebenfalls dass sichern Richtung Boden. Die Bremshand hält immer das Seil. Durch den Seilverlauf erfolgt auch hier eine gute Bremswirkung. Zunehmend ist zu beachten, dass das Seil richtig durchgezogen wird. Die Bremskraft liegt bei der Seilführung und Knotentechnik.
Der HMS (Karabiner) ist ebenso geläufig wie der Tube. Der Karabinerhaken ist ein länglichgebogener Ring mit Verschluss (Schnapper). Der Karabiner wird an der Gurtschlaufe befestigt und das Seil mittels des Halbmastwurf, ein spezieller Seilknoten, eingebunden. Eine zügige Seileinnahme und Ausgabe ist auch hier gegeben. Die Sicherungsmethode bei dem HMS erfolgt im Gegensatz zu dem Tube und Achter, nach oben. Die Hand ist am Bremsseil und wird nach oben Richtung Kletterer geführt. Durch diese Halteposition wird ebenfalls ein Sturz verhindert werden, weil sich genügend Zug auf dem Seil befindet. Durch das Umspringen des Knotens erfolgt die Ein-und Ausgabe des Seils.
Ein wohl sehr beliebtes Sicherungsgerät, gerade unter den jungen Kletterern, ist das Grigri. Das Grigri ist ein Halbautomat der bei ruckartigem Seilzug, durch einen Mechanismus, blockiert. In Falle eines Sturzes wäre sogar die Sicherheit des Kletternden gewährleistet, selbst wenn der Sicherer durch z.B. einen Steinschlag sogar bewusstlos wäre. Die Blockade ist mit einem Hebel auf der linken Seite zu lösen. Durch diesen kleinen Hebel erfolgt auch das Ablassen. Bei langsamen ziehen wird der Seildurchlauf nicht blockiert. Der Mechanismus ähnelt dem des Autogurtes. Bei korrekter Anwendung ist das Gerät sehr sicher, allerdings ist das dynamische Klettern eingeschränkt. Ein Reguliertes Abbremsen über das Grigri ist selbst nicht möglich. Mittlerweile ist das Grigri 2 auf dem Markt erhältlich, welches kompakter und leichter ist und auch mit einer geringeren Seildicke anzuwenden geht.
Eine kurze Erklärung zum dem Click up. Das Click up ist von der Bau- und Funktionsweise ähnlich wie der Tube. Die Einzige Besonderheit liegt darin, dass das Click up bei einem plötzlichen Ruck ebenso wie das Grigri blockiert. Hierbei wird das Seil und der Karabiner in den vorderen Sektor des Sicherungsgeräts gezogen und blockiert somit vollständig. Das Lösen erfolgt durch leichtes vorschieben Richtung Wand. Wichtig ist bei dem Grigri und Click up auf die Seildicke zu achten. Der alte Grigri blockiert unter eine Seildicke 9,8 mm nicht mehr vollständig. Das Click up ist ab einer Seildicke von 10,3 mm nur noch schwer bedienbar. Bitte auf die Herstellerangaben achten.
Indoor-Klettern: Das offizielle Lehrbuch zum DAV-Kletterschein
Grundsätzlich sollte man sich für eines der Sicherungsgeräte entscheiden. Das garantiert die höchstmögliche Sicherheit, da die Anwendung flüssig und kontrolliert ist.
Noch dazu: Kletterkarabiner