Der Karabinerhaken, auch HMS genannt, ist aus der Sport sowie der Bergkletterei nicht mehr wegzudenken. Bei vielen Berg und Felssportaktivitäten ist er ein sehr nützliches Utensil das nicht nur Leben retten kann.
Elliot ST Don KL HMS Karabiner
Ursprünglich kommt der Karabiner aus dem Schiffbau und wurde erst Anfang des 19ten Jahrhunderts in den Klettersport integriert. Er ist ein birnenförmig gebogener Ring der nahezu ausschließlich, aufgrund des Gewichtes, aus Aluminium gefertigt wird. Der HMS-Karabiner hat stets einen Schnappverschluss, der mit einer zusätzlichen Sicherung versehen ist. Meist erfolgt diese durch eine Verschlusshülse mit Gewinde, die über die Öffnungsstelle des HMS geschraubt wird. Deshalb wird er auch in der Umgangssprache den Schraubkarabiner genannt. Es gibt noch eine weitere Variation, wodurch bei dieser, die Hülse mit einer bestimmten Drehung über die Öffnungs-oder Verschlussstelle geführt wird (Bajonettverschluss). Das ist der etwas modernere Twistlock-HMS. Hierbei ist zu beachten, dass durch das vorbeistreifende Seil, eine ungewollte Verschlussöffnung stattfinden kann. Dennoch sind beide Modelle bei richtiger Handhabung äußerst sicher, solange die Verschlusshülsen bzw. der Bajonettverschluss noch voll funktionsfähig sind. Man spricht dem Schraubkarabiner allerdings eine besondere Sicherheit zu, da selbst der zufällige Seilkontakt mit der Schraubhülse durch das festgreifende Gewinde, eher als unwahrscheinlich einzustufen gilt.
2 Karabiner Haken aus Edelstahl
Mit dem Karabiner sichert man in der Halle sowie am Fels ausschließlich mit dem Halbmastwurf oder dem HMS-Knoten. Die HMS-Sicherung lässt eine besonders dynamische Kletterei zu. Die Seil Ein-und Ausgabe ist für den geübten Sicherer leicht zu handhaben. Zudem dient er, nicht nur bei Mehrseiltourlängen, zur eigenen wichtigen Standsicherung. Bis heute galt der Karabiner in Kombination mit dem Achter, ein weiteres zuverlässiges Sicherungsgerät, als das Nonplusultra beim Abseilen.
Karabinerhaken, Messing schwere Ausführung
Der Karabiner wird nicht nur als einzelnes Sicherungsgerät gewählt, sondern wird auch beliebig kombiniert, wie bereits oben angesprochen. Die beliebteste Form ist die Zusammenstellung mit dem Tube. Hierbei dient der HMS nur als Mittelsmann und das eigentliche Sicherungsgerät ist der Tube. Ebenso verhält es sich bei dem Achter, Grigri und dem Click up. Die reine HMS-Sicherung steht den anderen Sicherungsgeräten aber in nichts nach. Der Vorteil der HMS-Sicherung ist die hohe Bremskraft mit einer nur geringen Hand-und Fingerkraft der zu sichernden Person. Deshalb ist diese Methode besonders bei Anfängern äußerst beliebt.
Eine zusätzliche praktische Version bietet der HMS-Drahtbügel. Hier wurde noch ein kleiner Bügel in den unteren schmaleren Bereich des HMS gesetzt, der sich leicht aufklappen lässt. Am Gurt dient dieser abgesteckte Bereich für die Anseilschlaufe. Somit ist gewährleistet, dass das eingehängte Sicherungsgerät, ob Tube, Achter oder Grigri, sich nicht mehr verdrehen können. Diese Besonderheit des Drahtbügels, erleichtert auch die Handhabung bei der Alleinsicherung mittels HMS. Der Karabiner kann sich durch diese Variante nicht mehr verdrehen und der Halbmastwurf oder HMS-Knoten, lässt die einfache Seil ein-und Ausgabe zu und hilft dem Sichernden, den Knoten an der richtigen Stelle zu halten und gibt daher im Falle eines Sturzes mehr Sicherheit beim Abfangen. Welcher Karabiner es letztendlich sein darf, ist und bleibt Geschmackssache des Kletterers.